Samuel Beckett

Warten auf Godot, Endspiel, Glückliche Tage

In den Stücken des absurden Theaters von Samuel Beckett geht es um Charaktere, die sich in ausweglosen Situationen an der Schwelle zwischen Leben und Tod befinden. Ihr Ausharren und ihr Warten auf Erlösung macht sie zu tragikkomischen, skurrilen Figuren, die sich der Sinn- und Belanglosigkeit ihres Daseins bewusst sind. Die Handlung ist von wenig Dynamik geprägt. Besonders in Warten auf Godot kommt es zu ewigen Wiederholungen der immer gleichen Gespräche und langen Pausen.
Schon vor Beginn der Handlung wird die unerträgliche Monotonie der Situation, in der sich die Protagonisten befinden, angedeutet. Bevor das Stück beginnt, muss der Leser oder die Leserin sich durch zahlreiche leere Seiten blättern. Auf diesen Seiten wird die ruhige Einfarbigkeit des Covers fortgesetzt. So beginnt das Lesen des Buches schon mit dem Warten darauf, dass etwas passiert. Auch die innerhalb des Buches häufig auftretenden leeren Seiten spiegeln das stetige aber zwecklose Ausharren der Charaktere wieder.

Betreut von: Prof. André Heers
Muthesius Kunsthochschule Kiel, 2014